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Tofu und Edamame - die Kraft der Sojabohne

11.08.2026 21:27
Tofu und Edamame - die Kraft der Sojabohne

Tofu und Edamame – die Kraft der Sojabohne

  Tofu

  • Tofu wird aus Sojabohnen hergestellt. Die Bohnen werden eingeweicht, püriert, gekocht und zu Sojamilch verarbeitet. Durch die Zugabe eines Gerinnungsmittels (z. B. Nigari, ein aus Meerwasser gewonnenes Mineralsalz) flockt das Sojaeiweiß aus und die Tofumasse entsteht. Anschließend wird die Masse gepresst, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  • Tofu besitzt einen neutralen Geschmack und nimmt Gewürze sowie Marinaden gut auf.
  • Er eignet sich für herzhafte und süße Speisen.
  • Seidentofu ist besonders weich und cremig und wird häufig für Desserts, Cremes oder veganen Käsekuchen verwendet.
  • Tofu liefert hochwertiges pflanzliches Eiweiß mit allen essenziellen Aminosäuren.
  • Er ist kalorienarm, leicht verdaulich und eine beliebte pflanzliche Alternative zu Fleisch.
  • Frischer Tofu sollte gekühlt gelagert werden und wird meist vakuumverpackt angeboten.

 Edamame

  • Edamame sind unreif geerntete, grüne Sojabohnen.
  • Botanisch gehören sie zur gleichen Pflanzenart wie reife Sojabohnen.
  • Sie werden gekocht und meist direkt aus der Schote als Snack oder Beilage verzehrt.
  • Edamame zählen wie Erbsen und Bohnen zu den Hülsenfrüchten.
  • Sie liefern hochwertiges Eiweiß, Ballaststoffe sowie wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

 Nährstoffe der Sojabohne

  • Sojabohnen gehören zu den eiweißreichsten Hülsenfrüchten.
  • Gekochte Sojabohnen enthalten etwa:
    • 15 % Eiweiß,
    • 8 % Fett, überwiegend ungesättigte Fettsäuren,
    • 10 % Ballaststoffe.
  • Soja liefert unter anderem:
    • die Vitamine B1, B2 und B6,
    • Eisen,
    • Kalium,
    • Magnesium.
  • Das Eiweiß der Sojabohne enthält alle essenziellen Aminosäuren.

 Verwendung von Soja

  • Soja ist vielseitig in der Küche einsetzbar.
  • Aus Sojabohnen werden unter anderem hergestellt:
    • Tofu, Edamame, Sojadrinks, Tempeh, Miso, Sojasauce, Sojamehl.

 Gesundheitliche Aspekte

  • Der regelmäßige Verzehr von Sojalebensmitteln kann im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung positive gesundheitliche Wirkungen haben.
  • Mögliche Vorteile sind:
    • günstige Beeinflussung des Cholesterinspiegels,
    • Unterstützung der Herz-Kreislauf-Gesundheit,
    • Senkung des Blutdrucks,
    • Linderung von Wechselbeschwerden durch Isoflavone.
  • Der Ersatz tierischer Lebensmittel durch Sojaprodukte kann die Aufnahme gesättigter Fettsäuren und Cholesterin verringern sowie die Zufuhr von Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren erhöhen.
  • Krebserkrankungen entstehen durch viele verschiedene Einflussfaktoren. Einzelne Lebensmittel können das Krebsrisiko nicht allein beeinflussen. Studien deuten darauf hin, dass ein langfristiger Sojakonsum mit einem geringeren Risiko für bestimmte Krebsarten in Zusammenhang stehen könnte. Die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch nicht für alle Krebsarten eindeutig.

 Isoflavone

  • Soja enthält Phytoöstrogene (Isoflavone), die eine östrogenähnliche Wirkung besitzen.
  • Isoflavone in üblichen Mengen aus Lebensmitteln gelten als unbedenklich.
  • Hochdosierte Isoflavonpräparate sollten insbesondere bei hormonabhängigen Erkrankungen nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

 Allergien und Sicherheit

  • Rohe Sojabohnen sind nicht zum Verzehr geeignet und müssen ausreichend erhitzt werden.
  • Durch das Erhitzen werden natürliche Inhaltsstoffe wie Protease-Inhibitoren, Lektine und Saponine weitgehend inaktiviert.
  • Soja gehört zu den kennzeichnungspflichtigen Allergenen.
  • Etwa 0,3–0,4 % der Bevölkerung leiden an einer Sojaallergie.
  • Bei Birkenpollenallergie kann eine Kreuzallergie gegenüber Sojaprodukten auftreten.
  • Muttermilch ist die beste Ernährung für Säuglinge. Sojabasierte Säuglingsnahrung sollte nur aus medizinischen Gründen und nach ärztlicher Empfehlung verwendet werden.

 Soja aus Österreich

  • Österreich zählt zu den wichtigsten Sojaproduzenten Europas.
  • Der Anbau von Soja nimmt aufgrund neuer kältetoleranter Sorten und veränderter Klimabedingungen zu.
  • Im Jahr 2025 wurden in Österreich rund 86.000 Hektar Soja angebaut und etwa 272.000 Tonnen geerntet.
  • Österreich war damit erstmals der drittgrößte Sojaproduzent der Europäischen Union.
  • Rund 36 % der Anbaufläche werden biologisch bewirtschaftet.
  • Etwa 40–50 % der heimischen Sojabohnen werden zu Lebensmitteln wie Tofu, Sojadrinks oder Tempeh verarbeitet, der restliche Anteil dient überwiegend als Futtermittel.
  • Der Anbau gentechnisch veränderter Sojabohnen ist in Österreich verboten. Heimisches Soja ist daher gentechnikfrei.

 Nachhaltigkeit

  • Regional erzeugtes Soja kann Transportwege verkürzen und die regionale Landwirtschaft stärken.
  • Beim Einkauf empfiehlt sich die Bevorzugung regionaler und gentechnikfreier Sojaprodukte.
  • In Teilen Südamerikas ist der Sojaanbau teilweise mit der Rodung von Regenwald- und Savannenflächen verbunden, was Biodiversität und Klima belastet.

Stand: Juli 2026

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