Fakten zu Ei, Spinat und Erdäpfel
EI
Hochwertiges Eiweiß: Das Ei besitzt die biologische Wertigkeit 100 und dient als Referenz für die Qualität von Nahrungsprotein. Es kann besonders effizient in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden.
Gewichtsklassen:
- XL: über 73 g
- L: 63–73 g
- M: 53–63 g
- S: unter 53 g
Verzehrempfehlung: Etwa 3–4 Eier pro Woche gelten als sinnvoll.
Kennzeichnung: Jedes Ei trägt einen Stempelcode, der eine Rückverfolgung der Herkunft (z. B. über www.eierdatenbank.at) ermöglicht.
Schalen- und Dotterfarbe:
- Die Schalenfarbe hängt von der Hühnerrasse ab und sagt nichts über Qualität oder Geschmack aus.
- Die Dotterfarbe wird durch das Futter beeinflusst.
Verbrauch in Österreich: Pro Person werden durchschnittlich 248 Eier pro Jahr konsumiert.
Entstehung: Die Bildung eines Eis dauert rund 25 Stunden.
Cholesterin: Eier enthalten zwar Cholesterin, erhöhen jedoch bei gesunden Menschen nicht automatisch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Produktion in Österreich (2023):
- 92.166 Tonnen Frischeier
- 56 % Bodenhaltung
- 31 % Freilandhaltung
- 13 % Biohaltung
- 90 % Selbstversorgungsgrad
Herkunftskennzeichnung: Seit 1. September 2023 ist die Herkunft von Fleisch, Milch und Eiern in der Gemeinschaftsverpflegung verpflichtend anzugeben.
KARTOFFELN
Die Kartoffel gehört zur Familie der Nachtschattengewächse.
Der durchschnittliche Österreicher konsumiert rund 55 kg Kartoffeln pro Jahr – das entspricht etwa 1 kg pro Woche.
In Österreich wurde die Kartoffel erstmals 1620 erwähnt.
Die Anbaufläche beträgt rund 20.000 Hektar (Stand 2023).
Der Selbstversorgungsgrad liegt bei etwa 86 %.
Einteilung nach Stärkegehalt:
- Festkochend: geringer Stärkegehalt, bleiben schnittfest (z. B. für Salate, Beilagen)
- Vorwiegend festkochend: vielseitig verwendbar – echte Allrounder
- Mehlig kochend: hoher Stärkegehalt, zerfallen leicht (z. B. für Püree, Knödel, Suppen)
Inhaltsstoffe:
- ca. 80 % Wasser
- 14–15 % Stärke
- 2 g Eiweiß pro 100 g
- Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Eisen, Niacin, Vitamin B1 und Vitamin C
Das Kochwasser sollte nicht weiterverwendet werden.
Grüne Stellen müssen großzügig entfernt werden, da sie das giftige Solanin enthalten.
Die enthaltene Stärke wird erst durch den Kochvorgang aufgeschlossen und dadurch gut verdaulich.
Kartoffeln gibt es in vielen Farben und Formen – von rund bis länglich sowie von gelb über rot bis violett.
In der Steiermark werden Kartoffeln besonders im Grazer Feld angebaut.
SPINAT
Spinat ist ganzjährig erhältlich, frische Freilandware gibt es von März bis November.
Verwendung:
- Junge Blätter eignen sich roh für Salate oder Smoothies.
- Größere Blätter werden gekocht, etwa für Risotto, Quiche, Strudel, Knödel oder Suppen.
Spinat enthält Nitrat (vor allem in Stängeln und Blattrippen). Daher sollte er nicht lange warmgehalten, rasch gekühlt und höchstens einmal wieder erwärmt werden.
Nährstoffe pro 100 g:
- 2,9 g Eiweiß
- 3,4 mg Eisen
- Vitamin A, Vitamin C, Folsäure
- Kalium, Kalzium, Magnesium
Spinat zählt zu den ersten heimischen Freilandgemüsesorten im Frühjahr.
Im Kühlschrank ist er etwa zwei Tage haltbar.
Brennnesselspinat gilt als nährstoffreiche Wildgemüse-Alternative.
Spinat gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Ursprünglich stammt er aus Asien und gelangte zur Zeit der Kreuzzüge nach Europa.
Rund 90 % der österreichischen Anbaufläche liegen in Niederösterreich.
36 % der Österreicher essen Spinat klassisch mit Ei und Kartoffeln.
Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch beträgt etwa 1,5 kg.
Spinat enthält Ecdysteron – einen sekundären Pflanzenstoff mit antioxidativen, antimikrobiellen und stoffwechselunterstützenden Eigenschaften. Es wirkt als natürliches Steroid mit muskelaufbauenden (anabolen) Eigenschaften, ohne direkt in den Hormonhaushalt einzugreifen.
Quellen: AMA, www.bzfe.de, www.esserwisser.at; Statistik Austria, www.oege.at,