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Wild

04.11.2021 13:31
Wild

WILD – ein ganz besonderer Genuss

Die Steiermark ist das waldreichste Bundesland Österreichs. Was liegt da näher als heimisches Wildbret! Ein Produkt direkt aus der Natur, wie es regionaler nicht sein könnte. Wenn mit Mai die Jagd aufgeht, steht bis zum Ende des Jahres frisches Wildbret zur Verfügung. Und nicht nur Reh, Hirsch und Gams direkt aus den Jagdrevieren der Steiermark sorgen für höchsten Genuss. Auch Hase, Ente oder Fasan bieten kulinarische Gaumenkitzel, die ihresgleichen suchen.

Warum das alles so gut schmeckt, liegt auf der Hand: Die Wildtiere wählen die feinsten Kräuter und Gräser unserer steirischen Heimat, bewegen sich viel und wachsen in ihrer natürlichen Umgebung auf. Mit dem guten Gewissen des geringen ökologischen Fußabdruckes trägt unser fett- und cholesterinarmes Wildbret zu einer gesundheits- und umweltbewussten Ernährung bei. Sein mild aromatischer Geschmack ist von mehreren Faktoren abhängig. Neben der Wildart und dem Alter der Tiere spielt auch die Ernährung eine Rolle und verleiht jeder Wildart wiederum einen typischen Geschmack.

Wildgerichten sagt man oft nach, sie seien sehr üppig und schwer verdaulich. Daran sind in erster Linie der Speckmantel um die Fasanenbrust und der Schlagobers in der Soße schuld. Wildbret aus den heimischen Jagdrevieren ist ein natürliches Lebensmittel und bietet viele Vorteile in unserer täglichen Ernährung. Die feinfaserige Struktur sowie der geringe Fett- und Bindegewebeanteil sind charakteristisch für Wildfleisch, wodurch es leicht verträglich ist und ihm große Beliebtheit in der Hauben- und Diätküche zukommt. Zugleich ist Wildfleisch einfach in der Zubereitung und gelingt auch Anfängern.

Studien ergaben, dass Fleisch von Fasan, Hase, Reh, Hirsch & Co einen sehr hohen Gehalt an mehrfach ungesättigte Fettsäuren, den Omega 6-und Omega 3-Fettsäuren, aufweist. Dies noch dazu in dem äußerst günstigen Verhältnis von 5:1. Ist der Anteil von Omega 6-Fettsäuren fünfmal so hoch wie der Anteil von Omega 3-Fettsäuren, spielen die Fette optimal zusammen, unterstützen den Stoffwechsel, schützen vor entzündlichen Prozessen, wie sie etwa bei Rheumaerkrankungen auftreten, beugen Gefäßablagerungen, Arterienverkalkung und -verengung vor, was wiederum vor Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Schlaganfall bewahrt. Außerdem enthält Wildfleisch Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Selen.
Wildbret zählt zu den reichhaltigsten Eiweißquellen. Darüber hinaus besitzt dieses Eiweiß eine hervorragende biologische Wertigkeit, wodurch der menschliche Körper es sehr effizient verwerten und leicht in körpereigenes Protein umwandeln kann.

Trotz all dem stammen die rund 63 Kilogramm Fleisch, die in Österreich jährlich gegessen werden, hauptsächlich vom Schwein und zu einem geringen Teil von Rind und Geflügel. Nur etwa 0,7 Kilogramm Wild werden jährlich gegessen.

Wer mehr Wildfleisch auf seinen Speiseplan bringen möchte, findet auf  www.jagd-stmk.at Einkaufsmöglichkeit in der Nähe. Auch viele weitere Tipps werden hier angeführt.

Rezepttipp der Woche: Rehrücken mit Cremepolenta und glasierten Kastanien

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