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Regionale Superfrüchte

22.06.2021 14:34
Regionale Superfrüchte

Regionale Superfrüchte - ein Regenbogen voller Nährstoffe

Um von Superfood zu sprechen, braucht man weder in ferne Länder zu schweifen, noch exotische Früchte einfliegenzulassen. Denn direkt vor unserer Haustüre eröffnet sich ein Schlaraffenland an Produkten mit deutlichem Superfoodcharakter. Heimisches Obst und Gemüse ohne lange Transportwege hat ausreichend Zeit, um zahlreiche Nährstoffe und Geschmack zu entwickeln. Regionale Früchte punkten daher nicht minder an einem Reichtum an Vitaminen, Ballaststoffen und vor allem sekundären Pflanzenstoffen wie weitgereiste Vertreter. So hat heimisches Obst und Gemüse nicht nur eine nachhaltige Wirkung auf unsere Gesundheit, sondern auch auf ihre ProduzentInnen und unsere Umwelt.

Je farbenfroher die Auswahl an Obst und Gemüse am Speiseplan ausfällt, desto besser. Warum? Farbpigmente zählen zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe. Das bedeutet, sie sind im Gegensatz zu den primären Inhaltsstoffen (wie Kohlenhydrate, Fette oder Eiweiß), nicht für das unmittelbare Überleben der Pflanze verantwortlich, aber nicht minder wertvoll. Die Pflanze selbst bildet diese Farbenpracht aus, um Insekten zur Bestäubung anzulocken oder sich vor zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen. Mehr und mehr zeigt und die Forschung auch das Potenzial für uns Menschen. Viele Früchte werden gerade wegen ihres hohen Gehaltes an sekundären Pflanzenstoffen zu Superfoods erkoren.

Welche Farbe nun welche Wirkung mit sich bringt, erklärt Ernährungswissenschafterin Mag. Nicole Zöhrer im folgenden Video:

Gelb/Orange

Einer der bekanntesten Pflanzenfarbstoffe ist das ß-Carotin. Dem gelb-orangen Farbstoff verdankt auch die Karotte ihren Namen. Aber auch in anderen gelben/orangen/roten Sorten stecken reichlich Carotinoide. Sie schützen die Pflanze vor zu starker Strahlung der Sonne. Auch im Körper übernimmt es eine schützende Funktion der Zellen als wertvolles Antioxidans. Ein weiteres Carotinoid, das Lutein, kommt vor allem im gelben Fleck der Netzhaut vor, um das Auge vor zu viel Licht zu schützen. Deshalb trägt Lutein dazu bei uns vor einer Maculadegeneration zu schützen, einer altersbedingten Augenerkrankung. Da Carotinoide fettlöslich sind, wird ihre Aufnahme durch die Verwendung von Öl verbessert, weshalb man zum Karottensaft gerne einen Löffel Öl serviert bekommt.

Rot

Die knallrote Farbe der Paradeiser haben sie auch einem Farbstoff aus der Gruppe der Carotinoide zu verdanken, nämlich dem Lykopin. Dieser Stoff ist gut erforscht und seine hohe antioxidative Kraft nachgewiesen. Es wirkt auch antientzündlich, ein wichtiger Aspekt im Hinblick auf viele Erkrankungen. Wegen seiner potenziellen Wirkung bei Krebserkrankungen ist ein wahrer Hype rund um das Lycopin entstanden, dessen Wirksamkeit sich als Einzelsubstanz aber nicht bewahrheitet hat. Viel bedeutender ist die Aufnahme der gesamten Paradeiser. Lycopin ist ein wichtiges Beispiel dafür, dass Lebensmittel in unterschiedlichen Zubereitungsformen gegessen werden sollten. Schließlich ist der rote Farbstoff hitzestabil und wird aus gekochten Paradeiserprodukten besser aufgenommen, als aus rohen. Hauptsache mit Schale und einem Schuss Öl!

Grün

Reichlich Carotinoide sind auch in grünem Gemüse enthalten, sie werden dort aber vom grünen Chlorophyll überdeckt. Den grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll kennen die meisten vermutlich noch aus dem Biologieunterricht. Zur Wiederholung: Mit dem Chlorophyll wandelt die Pflanze mit Hilfe von Sonnenenergie Kohlendioxid und Wasser zu Sauerstoff und dem Kohlenhydrat Glukose um. Dieser Prozess der Photosynthese ist quasi die Umkehrung der Atmung und die Grundlage, dass Sauerstoff produziert und Leben ermöglicht wird. Chlorophyll besitzt antioxidative Eigenschaften.

Blau/Purpur/violett

Für eine purpurrote bis blau-violette Pigmentierung von Obst und Gemüse sorgen sogenannte Anthocyane. Diese Pflanzenstoffe besitzen sehr gutes antioxidatives Potenzial, das heißt, sie können freie Radikale aus dem Verkehr ziehen. Außerdem haben sie antimikrobielle und entzündungshemmende Aktivität. Daraus ergibt sich eine schützende Wirkung gegenüber einer Reihe von Erkrankungen. Bleibt aber immer noch die Frage, wie viele der wertvollen sekundären Pflanzenstoffe überhaupt im Körper aufgenommen werden. Fakt ist: Die Lebensmittelmatrix spielt hier eine große Rolle, sprich das Zusammenspiel mehrerer Inhaltsstoffe. Deshalb ist es so wichtig das ganze Obst und Gemüse zu essen und nicht die Substanzen einzeln zu isolieren.

Weiß/Gelb/Braun

Helle Früchte haben nicht minder protektives Potenzial als bunte Vertreter. Allen voran sei das Quercetin als potenter Pflanzeninhaltsstoff genannt. Es gehört zur Gruppe der Flavonoide und trägt als hellgelber Farbstoff nicht nur zur Pigmentierung von Obst und Gemüse bei, sondern ist auch für den Geschmack mitverantwortlich. Der antioxidative Pflanzenstoff kommt vor allem in der Schale von Früchten vor, um diese vor Umwelteinflüssen zu schützen. Als eines der stärksten Antioxidantien übernimmt es auch im menschlichen Körper eine Schutzfunktion: Quercetin schützt die Blutgefäße und hemmt Entzündungsprozesse. Außerdem besitzt es eine förderliche Wirkung auf das Immunsystem. Bei allergischem Asthma kann es die Symptomatik mildern. Auch in Bezug auf Krebserkrankungen liegen ermutigende Studien vor.

Jedes dieser farbenfrohen Pigmente erfüllt seinen ganz besonderen Nutzen für die menschliche Gesundheit. Je bunter die Auswahl dementsprechend ausfällt, desto vielseitiger die positive Wirkung.

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